Open-Access-Tage 2021 (Online) Programm

Die Open-Access-Tage 2021 werden vom 27. bis 29. September online stattfinden.

Ausgerichtet werden die 15. Open-Access-Tage vom Projekt open-access.network.
Die Konferenzteilnahme ist kostenlos und erfordert keine Registrierung. Sie können sich jederzeit zuschalten.

Erstellen Sie sich Ihre individuelle Agenda über Sign up oder Login in Sched.

Technische Hinweise

Die Konferenz wird Online stattfinden. Sessions, Vorträge und Workshops werden in Zoom gehalten, Poster&Pitches, Speed-Dating und Thementische in gather.town.

Die virtuellen Konferenzräume sind im jeweiligen Programmpunkt verlinkt. Die Links zu den Workshop-Räumen erhalten Sie automatisch mit einer formlosen E-Mail an open-access.network(at)uni-konstanz.de.

Zur kollaborativen Zusammenarbeit während der Open-Access-Tage bieten wir außerdem ein MIRO-Whiteboard an. Auf diesem haben Sie ausreichen Platz, um gemeinsam Dinge zu erarbeiten – in Workshops, Thementisch-Runden, etc.

Bei Fragen stehen Ihnen unsere FAQs zur Verfügung. Erläuterungen zu den technischen Anwendungen finden Sie hier:

Hinweise zum Datenschutz

Mit Ihrer Teilnahme an den Open-Access-Tagen 2021 (online) stimmen Sie dem Einsatz, den Nutzungsbedingungen sowie den Datenschutzbestimmungen der Webdienste Zoom, Gathertown und Miro zu. Wenn Sie Ihre individuelle Konferenzplanung mit Sched vornehmen, stimmen Sie auch den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen dieses Webdiensts zu. Eine Registrierung zur Veranstaltung ist nicht nötig.

Start Date & Time End Date & Time Title Type/Track Description Speakers Venue Tags
27.09.2021 9:00 AM 27.09.2021 9:30 AM Warm-up Socializen Wir treffen uns gemeinsam in gathertown und veranstalten zum Start lockere Warm-up-Spiele in entspannter Atmosphäre. Sportliche Betätigung ist optional. Zugangslink: https://tinyurl.com/OAT21Community   gathertown  
27.09.2021 9:30 AM 27.09.2021 10:00 AM Ankommen & Eröffnung Begrüßung Zugangslink: https://tinyurl.com/hdbzrv5t Wir heißen Sie herzlich willkommen bei den Open-Access-Tagen 2021 und geben generelle (technische) Hinweise. Moderation: Anja Oberländer   Auditorium  
27.09.2021 10:00 AM 27.09.2021 11:00 AM Keynote mit Laura Czerniewicz Keynote Zugangslink: |https://tinyurl.com/hdbzrv5tOpen Access and Social Justice Laura Czerniewicz ist Professorin an der University of Cape Town in Südafrika und arbeitet im Centre for Innovation in Learning and Teaching (CILT), im Centre for Higher Education Development. Dort beschäftigt sie sich mit digital vermittelten Veränderungen in der Gesellschaft und speziell in der Hochschulbildung, vor allem unter dem Aspekt der Ungleichheit. Twitter @Czernie https://orcid.org/0000-0002-1239-7493 Moderation: Andreas Ferus   Auditorium  
27.09.2021 11:00 AM 27.09.2021 11:30 AM Pause: Kaffeeklatsch Socializen Um der Anonymität des Online-Kontextes zu entkommen, steht in den Pausen der gathertown Raum zur Verfügung, zum persönlichen Kaffeeklatsch in der Teeküche oder gemeinsamen Sportmachen. Schauen Sie vorbei!   gathertown  
27.09.2021 11:30 AM 27.09.2021 1:00 PM Speed-Dating Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community Beim „Speed-Dating“ bekommen Sie die Gelegenheit, jeweils fünf Minuten mit einer Person zu sprechen, bevor die Gesprächspartner*innen reihum wechseln, sodass man mit mehreren Personen Einzelgespräche führen kann. Kommen Sie vorbei und knüpfen Kontakte in der Open-Access-Community! Moderation: Hannah Schneider, Jochen Schirrwagen   gathertown  
27.09.2021 1:00 PM 27.09.2021 2:00 PM Mittagspause Pause     gathertown  
27.09.2021 2:00 PM 27.09.2021 3:30 PM Thementische Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community In dieser Zeit können Sie sich in lockerer Atmosphäre an „Thementischen“ zu Aspekten untereinander austauschen, die Sie persönlich im alltäglichen Umgang mit Open Access beschäftigen. Ganz nach dem Motto „Bring-your-own-problem“ können so praxisnahe Diskussionen in spontanen, kleineren Runden entstehen, etwa zu den Themen Zweitveröffentlichung, Publikationsfonds oder Open-Access-Beratung. Auch eigene Themen sind willkommen. Während der Open-Access-Tage können alle Teilnehmenden selbst auf einem virtuellen Whiteboard Themen einbringen. Zudem stehen die Thementische auch außerhalb der geplanten Session für Community-Diskussionen und zur Vernetzung untereinander bereit. Folgende Thementische sind geplant:
  • DEAL
  • Repositorien
  • OA-Verträge (z. B. konsortial, national)
  • Publikationsservices (z. B. Einrichtungseigene Services)
  • Zukunft von OA (z. B. Ziele, Utopien, Erwartungen)
  • OA vermitteln/anwenden (z. B. an wissenschaftlichen Nachwuchs)
  • Zielgruppen erreichen
  • Publication Policies (z. B. Wirkung, Inhalte, als Instrument zur Umsetzung von OA, welche Instrumente gibt es noch?)
  • Publikationskosten (z. B. Budget-Management, Publikationsfonds, Kosten-Monitoring, wo kommen Gelder her, Mittelumwidmung)
  • Participation
  gathertown  
27.09.2021 2:00 PM 27.09.2021 3:30 PM Session #1: Aktuelles von den Forschungsförderern: OA-Programme und -Monitorings Vortrag Zugangslink: |https://tinyurl.com/hantvvutModeration: |Heinz Pampel In diesem Raum finden nacheinander die folgenden Vorträge statt: Open-Access-Publikationskostenförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Angela Holzer) Im Jahr 2021 wurden erstmals Anträge auf Förderung von Open-Access-Publikationskosten bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Während der Open-Access-Tage kann bereits ein erster Überblick über das Antragsaufkommen und über Tendenzen dargestellt werden, die allgemein in den Anträgen erkennbar sind. Der Vortrag wird daher auf die Erkenntnisse eingehen, die im ersten Jahr der Antragsstellung in der Geschäftsstelle der DFG gewonnen wurden. Dadurch wird auch ein Beitrag zu der Diskussion um den Stand der Open-Access-Transformation in Deutschland geleistet. Monitoring des DFG-Förderprogramms „Open Access Publikationskosten“ (Bernhard Mittermaier) Bei der Antragstellung im DFG-Förderprogramm Open Access Publikationskosten erklären Einrichtungen ihre Bereitschaft, Metadaten zu den geförderten Publikationen an eine datensammelnde Stelle abzuliefern und diese öffentlich zugänglich zu machen. Die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem begleitenden Monitoring des DFG-Förderprogramms Open Access Publikationskosten beauftragt und ist somit die „datensammelnde Stelle“. Im Vortrag wird das Konzept des Monitoring vorgestellt, welches mit seinen jährlichen Berichten Stand und Entwicklung der Open-Access-Transformation in Deutschland abbilden wird. Ein besonderer Fokus des Vortrags liegt auf dem Datenschema, mit dem Einrichtungen die im Rahmen des Programms geförderten Publikationen melden werden. Das OA-Monitoring des Schweizerischen Nationalfonds (Tobias Philipp & Julius Mattern) „Wie weit sind wir mit OA?“ Diese Frage wird häufig gestellt und in verschiedensten Monitoringprozesen beantwortet. Vom einzelnen Seminar oder Institut, zur ganzen Fakultät oder Hochschule, zum Forschungsförderer oder Ministerium. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in das OA-Monitoring eines Förderers, des Schweizerischen Nationalfonds (SNF): Grundprinzipien, Datenquellen, Interpretations- und Kommunikationsstrategien. Wir fassen die Erfahrungen zusammen, die wir in den letzten vier Jahren bei der praktischen Messung, aber auch bei der Vermittlung von Ergebnissen gemacht haben. Dabei unterscheiden wir zwei Ebenen. Erstens eine globale Perspektive auf alle Publikationen aus SNF-geförderter Forschung, um unsere Zielerreichung als Institution zu bestimmen. Zweitens eine individuelle Perspektive auf Publikationen einzelner Forschender, um ihnen gezielt Rückmeldung zu geben. Bernhard Mittermaier| Tobias Philipp| Julius Mattern| Angela Holzer Raum A Monitoring,Publikationsdaten,Kommunikation,Funding,BPC,Costs,Reporting,Publikationsgebühren,APCs,Open Acces Transformation,DFG,Open Access Monitoring
27.09.2021 2:00 PM 27.09.2021 3:30 PM Session #2: Community-spezifische OA-Dienste Vortrag Zugangslink: |https://tinyurl.com/4fyumt6nModeration: Isabella Meinecke In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: Qualitätsgesicherte Multi-Author-Blogs: Das partizipative Potenzial innovativer Publikationsformate (Evin Dalkilic, Georg Fischer, Konstantin Gast, Raffaela Kunz & Max Steinbeis) In der deutschen Rechtswissenschaft scheint bereits die Idee von Open Access (OA) einen schweren Stand zu haben: Eine Reihe von Wissenschaftler:innen üben offen Kritik an der Idee oder bezweifeln sogar die Verfassungsmäßigkeit von Open-Access-Vorgaben oder -Richtlinien. Nichtsdestotrotz sind in den letzten Jahren innovative digitale Formate entstanden, die hochwertige rechtswissenschaftliche Inhalte OA veröffentlichen. Nennenswerte Beispiele sind der Verfassungsblog und der Völkerrechtsblog. Diese Plattformen nennen sich „Blogs“, stellen als qualitätsgesicherte Multi-Author-Blogs (QMABs) aber tatsächlich eine neue, innovative, frei verfügbare und genuin digitale Form des wissenschaftlichen Publizierens dar, die zwischen wissenschaftlichen Zeitschriften und traditionellen Medien/Presse angesiedelt ist. In einem QMAB können Expert:innen (in der Regel Wissenschaftler:innen) tagesaktuell Ereignisse analysieren, einordnen und kommentieren. QMABs in der Rechtswissenschaft und den Geistes- und Sozialwissenschaften haben als innovatives Publikationsformat in den vergangenen Jahren eine wachsende Zahl an Autor:innen und Leser:innen hinzugewonnen. Auch die breite Öffentlichkeit nimmt zunehmend Notiz von diesen Plattformen. Gesellschaftspolitische Entwicklungen und Ereignisse sind häufig mit rechtlichen und rechtspolitischen Fragestellungen verknüpft, auf die auch Nicht-Wissenschaftler:innen Antworten suchen. Gleichzeitig haben Wissenschaftler:innen ein Interesse daran, ihre Expertise in den politischen Raum zu tragen. QMAB dienen somit nicht nur dem wissenschaftlichen Binnendiskurs, sondern ermöglichen es auch der breiten Öffentlichkeit, an Fachdiskursen teilzunehmen, etwa über die Kommentarfunktion – und all dies über staatliche Grenzen hinweg. Damit fördern QMABs nicht nur den wissenschaftlichen Austausch und öffnen Diskurse für ein breites Publikum, sondern internationalisieren diese auch. Hierin offenbaren sie ihr partizipatives und kommunikatives Potenzial, das letztlich dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zugute kommt. Noch sind QMABs „Exoten“ unter den Wissenschaftspublikationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie sind aber dabei, ihre Position in der wissenschaftlichen Community zu behaupten und werden mittlerweile breit zitiert. Auf den Open-Access-Tagen möchten wir diskutieren, ob QMABs als Ausgangspunkt dienen können, OA (auch in OA-skeptischen Disziplinen) zu etablieren und alternative und inklusivere Formen des wissenschaftlichen Austauschs zu entwickeln. Partizipation durch Förderung nicht-kommerzieller Publikationsorte in den Wirtschaftswissenschaften ermöglichen: Die Open Library Economics (Juliane Finger) Der Vortrag stellt das Projekt „Open Library Economics“ (OLEcon) vor, welches Partizipation durch die Förderung nicht-kommerzieller Publikationsorte ermöglicht. Die „ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft“ unterstützt mit dem Projekt Diamant Open Access Zeitschriften in den Wirtschaftswissenschaften. Das sind solche Zeitschriften, die weder Gebühren für die Autorenschaft noch für die Leserschaft verlangen. Der Vortrag stellt Konzept und Umsetzung von OLEcon vor und geht auf eine Besonderheit bei der Fördermittelvergabe ein: die Förderung muss über ein europaweites Vergabeverfahren ausgeschrieben werden. OLEcon ist Teil eines größeren Vorhabens zur Unterstützung der Open-Access-Transformation an der ZBW. Im Rahmen eines sogenannten Sondertatbestands erprobt die ZBW von 2020 bis 2023 neue Lizenzierungs-, Geschäfts- und Beteiligungsmodelle für Open Access. Dies erfolgt in verschiedenen Tätigkeitsfeldern und beinhaltet auch Verhandlungen mit kommerziellen Verlagen. OLEcon bildet das Gegengewicht zu den Verträgen mit kommerziellen Verlagen: Es werden nicht-kommerzielle Publikationsorte und -infrastruktur gefördert. Zielgruppe für die Förderung von OLEcon sind verlagsunabhängige Zeitschriften, die ihr Geschäftsmodell auf Open Access umstellen wollen bzw. die im Open Access gehalten werden sollen. Es gibt drei Förderelemente für die Zeitschriften. Erstens eine finanzielle Förderung als Übergangsfinanzierung, zweitens ein umfassendes Beratungs- und Serviceangebot und drittens die Vermittlung zu einer nicht-kommerziellen Publikationsplattform. Im letzten Teil des Vortrags gehen wir auf eine Besonderheit bei der Vergabe der Fördermittel durch die ZBW ein: In einem Vergabeverfahren muss die ZBW sicherstellen, dass die Mittel für die Zeitschriften transparent, fair und wirtschaftlich vergeben werden. Wir berichten von unseren Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung und stellen die Herausforderungen vor, die es mit sich bringt, wenn ein Verfahren, welches üblicherweise zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen wie Bauvorhaben eingesetzt wird, auf die Vergabe von Mitteln an wissenschaftliche Zeitschriften angewendet wird. From open access to citizen science: opening participation within the SSH disciplines through the PLACES and COESO projects (Elisabeth Ernst & Alessia Smaniotto) The Amsterdam Call for Open Science invites further exploration of the frontiers of Open Science, suggesting this should be done in particular with regard to data sharing and to methods of opening up the scientific process to society. These suggestions come after a great deal of expertise has been achieved in open access to academic publications. Since the Amsterdam Call, Citizen Science has become a well-established domain in most of the scientific disciplines at the European level, but less is known about Citizen Science practices in the Social Sciences and Humanities (SSH), their specificity and needs, together with the diverse ways SSH researchers carry out for open themselves to participation, making a diversity of publics engaging with their methodologies. Two projects coordinated by OpenEdition Center (EHESS, France), involving SSH researchers and journalists (PLACES project) and more largely other professionals and associations (COESO project) are concrete attempts to address the issues of opening the scientific process to society and to give visibility to the specific SSH Citizen Science practices. They achieve that by encouraging and supporting participatory research and mutual learning between academics and citizens. Furthermore, they built on a major French infrastructure committed to open access to the scientific research in the SSH disciplines. The experiences from PLACES and COESO provide an insight to how open access paves the way for citizen science activities in the social sciences and humanities and how these activities can in turn greatly increase the impact of open access activities. Taking stock of them, it will be possible to highlight some aid and barriers to open participation in knowledge production. Particular attention will be given to the data sharing issue, and to the benefits of mutual learning through participatory research in the rise of scientific literacy. These experiences also provide an overview of the significance that open access and open science infrastructures of services have in supporting citizen science activities. (Der Vortrag wird teilweise auf Deutsch und teilweise auf Englisch gehalten.) Alessia Smaniotto| Juliane Finger| Evin Dalkilic| Raffaela Kunz| Elisabeth Ernst Raum B Open Access,Diamant Open Access,Geschäftsmodelle,Open Access Zeitschriften,Open Acces Transformation,Open Science,Rechtswissenschaften,Zugang,Blog,citizen science,participatory research,ssh,research for society
27.09.2021 3:30 PM 27.09.2021 4:00 PM Pause: Kaffeeklatsch Socializen Um der Anonymität des Online-Kontextes zu entkommen, steht in den Pausen der gathertown Raum zur Verfügung, zum persönlichen Kaffeeklatsch in der Teeküche oder gemeinsamen Sportmachen. Schauen Sie vorbei!   gathertown  
27.09.2021 4:00 PM 27.09.2021 5:30 PM Thementische Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community In dieser Zeit können Sie sich in lockerer Atmosphäre an „Thementischen“ zu Aspekten untereinander austauschen, die Sie persönlich im alltäglichen Umgang mit Open Access beschäftigen. Ganz nach dem Motto „Bring-your-own-problem“ können so praxisnahe Diskussionen in spontanen, kleineren Runden entstehen, etwa zu den Themen Zweitveröffentlichung, Publikationsfonds oder Open-Access-Beratung. Auch eigene Themen sind willkommen. Während der Open-Access-Tage können alle Teilnehmenden selbst auf einem virtuellen Whiteboard Themen einbringen. Zudem stehen die Thementische auch außerhalb der geplanten Session für Community-Diskussionen und zur Vernetzung untereinander bereit. Folgende Thementische sind geplant:
  • DEAL
  • Repositorien
  • OA-Verträge (z. B. konsortial, national)
  • Publikationsservices (z. B. Einrichtungseigene Services)
  • Zukunft von OA (z. B. Ziele, Utopien, Erwartungen)
  • OA vermitteln/anwenden (z. B. an wissenschaftlichen Nachwuchs)
  • Zielgruppen erreichen
  • Publication Policies (z. B. Wirkung, Inhalte, als Instrument zur Umsetzung von OA, welche Instrumente gibt es noch?)
  • Publikationskosten (z. B. Budget-Management, Publikationsfonds, Kosten-Monitoring, wo kommen Gelder her, Mittelumwidmung)
  • Participation
  gathertown  
27.09.2021 4:00 PM 27.09.2021 5:30 PM Session #3: Publikationsauswertungen rund um OA Vortrag Zugangslink: |https://tinyurl.com/hantvvutModeration: Jochen Schirrwagen In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: No Deal: Investigating the Influence of Restricted Access to Elsevier Journals on German Researchers’ Publishing and Citing Behaviours (Nicholas Fraser, Anne Hobert, Jahn Najko, Philipp Mayr & Isabella Peters) In 2014 the Alliance of Science Organisations (Allianz der Wissenschaftsorganisationen), a union of the majority of German research organisations, established Projekt DEAL, a national-level project to negotiate licensing agreements with large scientific publishers. Negotiations between the DEAL consortium and Elsevier, one of the world's largest scientific publishers, began in 2016, and broke down without a successful agreement in 2018| in this time, around 200 German research institutions cancelled their existing license agreements with Elsevier, leading to Elsevier shutting off access to their journal portfolios at those institutions from July 2018 onwards. We aimed to assess the effect of Elsevier access restrictions on the publishing and citing behaviour of researchers from a bibliometric perspective, using a dataset of ~410,000 articles published by researchers from those affected institutions. Our early results show Elsevier’s market share of articles published by researchers from DEAL institutions has fallen over the past 5 years, from a peak of 25.3% in 2015 to 20.6% in 2020| the largest year-on-year loss in market share (>|1%) was reported in 2020. Despite a reduction in the proportion of articles published in Elsevier journals, researchers at DEAL institutions have continued to cite Elsevier articles following access restrictions in similar proportions to before, suggesting that researchers use other methods to access and read articles (e.g. interlibrary loans, sharing between co-authors, or “shadow libraries” such as Sci-Hub). We further investigated these behaviours with respect to the timing of contract expirations, research disciplines, collaboration patterns and article OA status. Overall, we find some evidence of reduced willingness amongst researchers at DEAL institutions to publish in Elsevier journals, but no evidence suggesting that researchers are negatively affected in their ability to cite articles following restricted access to those journals. (Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.) Impact of Publishing and Citing Open Access Papers on Researchers' Scientific Success (Fakhri Momeni, |Philipp Mayr & Nicholas Fraser) The scientific publishing market suffers from injustice in several regards. Interestingly, traces of injustice can be found in both open-access (OA) and closed-access (CA) publishing-models. The OA-model makes scientific literature freely accessible for all scholars - but, the costs of publishing have to be assumed by somebody (e.g. the authors via APCs). This, however, may not be possible for authors who do not benefit from financial support for OA-publishing. In succession, such authors cannot publish in the OA-model (instead they must turn to the CA-model) and cannot profit from the citation advantage that was shown for many OA-articles [1]. Researchers (at institutions) who are not able to maintain subscriptions to CA-publications suffer from the CA-model as it builds a barrier to access the required resources. This may result in falling behind the state of the art in the field which along with it may negatively affect future publication success in outlets of high reputation. This study (conducted with data from Scopus and Unpaywall) will research the effect on researchers’ scientific success grounded in the unfairness of both publishing models. We aim to answer three questions. First, is there any limitation for a group of researchers (e.g. from different countries, career stages, career positions) to cite the CA-papers? Second, is there any limitation for researchers to publish in the OA-model and receiving citations? To answer these questions, we try to find the relationship between the groups that researchers belong to and the tendency to cite/publish in the OA- or CA-model. Third, to what extent do these limitations affect the scientific success of scholars? We assess scientific success by comparing the receiving citations for each group. We expect that the tendency to cite OA- and publish CA-articles affects the scientific success of scholars negatively. [1] Matheka et al. https://doi.org/10.1186/1744-8603-10-26 Open-Access-Profile deutscher Universitäten: Ansätze zur Erklärung von Unterschieden (Niels Taubert, Anne Hobert, Najko Jahn, Andre Bruns, Elham Iravani) Analysen und Monitoring-Systeme zum Stand der Open-Access-Transformation weisen auf erhebliche Differenzen in der Adaption von Open Access an deutschen Universitäten hin. Unterschiede finden sich nicht nur in Bezug auf den Umfang, in dem der Publikationsoutput im Open Access zugänglich ist, sondern auch hinsichtlich der Bedeutung der verschiedenen Spielarten von Open Access, so dass von einem differenzierten Aufgreifen gesprochen werden kann. Analoge Unterschiede zeigen sich auch in Untersuchungen des Open-Access-Anteils im Publikationsoutput von Disziplinen und Fächern. Diese Ausgangslage wirft die Frage nach den Ursachen für die Differenzen im Open-Access-Profil deutscher Universitäten auf. Sind diese primär geprägt durch die Zusammensetzung der dort anzutreffenden Fachkulturen, oder sind organisationsspezifische Faktoren, wie etwa die Größe der Universität, ihre personelle und finanzielle Ausstattung, die Drittmittelquote oder die Existenz verschiedener Open Access-Infrastrukturen und Förderangebote maßgeblich? Der Vortrag präsentiert Ergebnisse aus dem BMBF-geförderten Verbundprojekt OAUNI, in dem der Versuch unternommen wird, Open-Access-Profile deutscher Universitäten zu erklären. Das Vorgehen ist dabei geprägt durch ein Mixed-Methods-Design: Zum einen werden die Ergebnisse einer statischen Modellierung präsentiert. Diese quantitativen Befunde werden zum anderen in den Kontext von Experteninterviews mit Open-Access-Verantwortlichen an deutschen Universitäten gerückt, mit denen die lokale Situation und die dort wirksamen Faktoren tiefer ausgeleuchtet werden. Fakhri Momeni| Nicholas Fraser| Niels Taubert Raum A Open Access,Citation Analysis,Closed Access,Projekt DEAL,Elsevier,Bibliometrics,Citations
27.09.2021 4:00 PM 27.09.2021 5:30 PM Session #4: OA in der Aus- und Weiterbildung Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/4fyumt6nModeration: Viola Voß In diesem Raum finden nacheinander die folgenden Vorträge statt: Collaborative Open Access Publishing - A Field Report (Ina Blümel & Simon Worthington) Practice-oriented teaching in the field of Open Science is becoming increasingly important in information science, as later jobs require less theoretical knowledge and more experience in dealing with data science tools and scientific infrastructures. The presented project exemplifies what such teaching can look like for the use case of collaborative writing and OA publishing. It was carried out with students in the 6th semester of the Bachelor's degree programme in Information Management at Hannover University of Applied Sciences and Arts, as part of a Data Science course in the summer semester 2021. In the context of the research cycle, the topic of analysing, writing, referencing and publishing plays a major role. Numerous tools have been developed or used in this context as an alternative to commercial products, even if they were not always originally intended for this purpose. Furthermore, various options of publication are possible, and non-commercial publication initiatives in particular find a creative playground in the use and interconnection of diverse tools, formats and data types. Testing the respective pipeline is particularly effective when many authors are working on a publication at the same time. This setting was chosen for the student project, in which 14 students, guided by two teachers, wrote a book within six weeks in a corona remote setting. In this process, FOSS tools Zotero, Fidus Writer, Vivliostyle, Zotero, and connected services Github and Github pages were applied in an integrated way. Building on previous semester courses on Linked Data and Metadata, Persistent Identifiers such as ORCID and DOI were practically applied in the universe of PIDgraphs, and the students' Web Science knowledge was expanded en passant for multi-format outputs. The presentation explains the methodological-didactic procedure, the pipeline, the result and the pitfalls. The submission is in conjunction with a workshop submission on the publication pipeline. (Dieser Beitrag wird auf Deutsch gehalten) Zur Vereinbarkeit von Arbeitspraxis und Weiterbildungsbedarf (Ben Kaden & Anita Eppelin) Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der mit Open-Access-Themen befassten Mitarbeiter*innen an Hochschulbibliotheken ist eine notwendige Voraussetzung zur Absicherung optimaler lokaler Entscheidungs-, Steuerungs- und Entscheidungsprozesse mit Bezug zu Open Access. Über Projekte wie beispielsweise open.access.network oder auch die entstehende Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access im Land Brandenburg (VuK) entstehen umfangreiche Informations- und Schulungsangebote, die diese Notwendigkeit und den Bedarf aufgreifen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Fort- und Weiterbildungen oft weniger systematisch und zielführend wirken, als es erwartbar wäre und wünschenswert ist. In einem Projekt des Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) untersuchten wir mit einer Fallstudie anhand der Hochschulen im Land Brandenburg die konkreten Anforderungen und Rahmenbedingungen zu Fort- und Weiterbildungsprogrammen für die mit Open Access befassten Personen in den Hochschulbibliotheken. Es zeigte sich, dass generische Schulungsformate nicht zuletzt aus arbeitsorganisatorischen und strukturellen Gründen nur eine eingeschränkte Wirkung entfalten können. Um den nachweislich vorhandenen Schulungs- und Fortbildungsbedarf sowie die in der Community vorliegenden Potentiale präziser und wirksamer aufgreifen zu können, schlagen wir ein Set von Maßnahmen und Formaten vor, die dem festgestellten Bedarf unter Berücksichtigung der tatsächlichen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. In der Präsentation erläutern wir die Einsichten aus dem Projekt, die vorgeschlagenen Maßnahmen und ihre Verankerung in die seit April 2021 im Aufbau befindliche Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access im Land Brandenburg (VuK). Nachhaltig für Open Access begeistern – Oder: Wie erreiche ich die Wissenschaftler:innen meiner Einrichtung? (Linda Martin) Die Train-the-Trainer-Workshops für Open-Access-Multiplikator:innen stellen eine wichtige Säule des Kompetenzvermittlungs- und Vernetzungsangebotes von open-access.network dar. Seit dem erstmaligen Angebot im November 2020 konnte die zwölfteilige Reihe verschiedene Institutionen adressieren. Gemein ist den Teilnehmer:innen jedoch ihre Tätigkeit als Open-Access-Beauftragte bzw. publikationsunterstützendem Personal. Auf einer Gratwanderung zwischen der Vermittlung von didaktischen Methoden und Open Access relevanten Themen, bietet die Veranstaltungsreihe Ideen zur Umsetzung von Schulungen, Workshops, usw. an der eigenen Einrichtung. Das Format unterstützt die Schulenden bei der Sensibilisierung für die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen. Gleichsam erhalten die Teilnehmer:innen selbst Informationen und Tipps zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Open Access. Die Auswahl der zu behandelnden, Open Access relevanten Themen erfolgt durch Abfrage im Vorfeld. Ob „Transformation“, „Repositorien“, „Finanzierung“: Die Teilnehmer:innen entscheiden, worüber sie miteinander in Gespräch kommen. Neben einem Input-Vortrag bzw. einem Good-Practice-Beispiel, welcher*s auf den Adressatenkreis zugeschnitten ist, gelingt der gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch mithilfe von Arbeitsaufträgen und Fragestellungen. Diese greifen zuvor benannte, um Open Access konzentrierte Bereiche auf und ermöglichen eine zielorientierte Diskussion in Kleingruppen und Plenum. Die Relevanz der Train-the-Trainer-Workshops bemisst sich an der Schlüsselfunktion Ihrer Mitwirkenden: Sie unterstützen Wissenschaftler:innen bei der Publikation ihrer Forschungsergebnisse und stehen diesen mit (den neu gewonnenen) Informationen beratend zur Seite. Gleichzeitig ermöglichen erworbene Kenntnisse über interaktive Schulungsmethoden den Workshop-Absolvent:innen, an der eigenen Einrichtung für Open Access zu begeistern. Das Publikationsverhalten der Forscher:innen soll auf Basis eines eigenen Schulungsangebotes nachhaltig verändert werden. Darüber hinaus tragen der gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch der Open-Access-Beauftragten zur Schaffung einer Community of Practice bei. Der Vortrag möchte die Stimmen der Teilnehmer:innen abbilden: Treten wiederkehrende Fragen und Erfahrungswerte bezüglich Veranstaltungs- und Beratungsangeboten rund um Open Access auf? Gilt es vielleicht mehr, als nur die Wissenschaftler:innen zu begeistern? Ina Blümel| Linda Martin| Ben Kaden| Anita Eppelin Raum B Open Access,Fortbildung,Arbeitsorganisation,Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg,Schulungsangebote,Fallstudie,Open Science,Train the Trainer,Teaching,Open Access Publishing,Collaboration
27.09.2021 8:00 PM 27.09.2021 10:00 PM Relaunch-Party der neuen Webseite open-access.network und lockeres Get together Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community Seit 2007 stellt die Website open-access.net Informationen über den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information bereit. Lange vor Twitter und Co. teilten Forschende ihre Erkenntnisse online und barrierefrei. Die Open-Access-Bewegung wuchs und so wuchs auch der Bedarf an weiterführenden Services rund um Open Access. Am 27. September ist es so weit - aus open-access.net wird open-access.network - Informieren, Fortbilden und Vernetzen. Das Angebot der Informationsvermittlung wird somit um Services zur Vernetzung und des Kompetenzerwerbs zu Open Access erweitert. Gemeinsam wollen wir den Relaunch des neuen Portals feiern. Seien Sie live dabei, wenn wir den Button zum Relaunch drücken und die neue Webseite im World Wide Net zum ersten Mal freischalten! Nach einer kurzen Einführung in die neuen Funktionen von open-access.network sind Sie herzlich zu unserer 00er-Jahre-Party eingeladen: |Wir blicken zurück zum Beginn der Open-Access-Bewegung der 2000er Jahre: Wer mag, kann sich online in Kleidung und Stil dieses Jahrzehnts zeigen oder an unserem Quiz teilnehmen. Eingeladen sind alle Interessierte. Beginn ist 20.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Leckere Cocktailrezepte für die Party gibt es hier: https://cloud.uni-konstanz.de/index.php/s/MEwTeWkNwZTkdbiAgenda 20:00 - Begrüßung durch Dr. Anja Oberländer (Projektleitung) 20:05 - Grußwort von Alexander Heußner (BMBF) 20.15 - Liveschaltung |open-access.network + Präsentation der neuen Webseite + Rückfragen 20.45 - OA-Quiz ab 21.00 -  |Ausklang   gathertown  
28.09.2021 9:00 AM 28.09.2021 9:30 AM Warm-up Socializen Wir treffen uns gemeinsam in gathertown und veranstalten zum Start lockere Warm-up-Spiele in entspannter Atmosphäre. Sportliche Betätigung ist optional. Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community   gathertown  
28.09.2021 9:30 AM 28.09.2021 11:00 AM Speed-Dating Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community Beim „Speed-Dating“ bekommen Sie die Gelegenheit, jeweils fünf Minuten mit einer Person zu sprechen, bevor die Gesprächspartner*innen reihum wechseln, sodass man mit mehreren Personen Einzelgespräche führen kann. Kommen Sie vorbei und knüpfen Kontakte in der Open-Access-Community! Moderation: Silke Bellanger, Hannah Schneider   gathertown  
28.09.2021 9:30 AM 28.09.2021 11:00 AM Session #5: OA für Einsteiger*innen Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/6zff5rwyModeration: Andreas Kirchner, Maximilian Heber In diesem Raum finden folgende Vorträge statt: Preprints als „besondere Form“ der Open-Access-Veröffentlichung – Herausforderungen und Umgang damit (Jasmin Schmitz) Preprints sind frei verfügbare Vorab-Versionen eines Manuskripts, die entweder vor der Einreichung bei einer Zeitschrift oder zeitgleich mit der Einreichung bzw. kurz danach über sogenannte Preprint-Server oder Repositorien zugänglich gemacht werden. Sie werden zu Open Access Grün gezählt, sind beispielsweise in der Physik in elektronischer Form bereits seit den 1990er Jahren etabliert, erleben mit der COVID-19-Krise aber auch in anderen Fächern – insbesondere in den Lebenswissenschaften – einen regelrechten Auftrieb. Während mit der Vorabveröffentlichung von wissenschaftlichen Ergebnissen eine Reihe von Vorteilen verbunden ist, wie zum Beispiel sehr frühe und kostenfreie Zugänglichkeit von Ergebnissen oder die Möglichkeit zum Einholen von Feedback direkt durch die jeweilige Fach-Community, ergeben sich aber auch eine Reihe von Herausforderungen sowie Fragen nach dem Umgang damit. Diese betreffen nicht nur Forschende, die ihre Ergebnisse publizieren möchten, sondern auch Herausgeber:innen von Zeitschriften und Institutionen, die Publikationsplattformen betreiben sowie weitere Akteure im Bereich der wissenschaftlichen Kommunikation. Als solche Herausforderungen zu nennen sind hier beispielsweise: Umgang mit der Tatsache, dass es sich um nicht begutachtete Ergebnisse handelt, Darstellung von unterschiedlichen Artikel-Versionen in Nachweissystemen oder Praxis beim Zurückziehen von fehlerhaften Ergebnissen. Der Vortrag wird die unterschiedlichen Herausforderungen sowie bisher bekannte Lösungsansätze überblicksartig vorstellen. Open Access for Beginners (open-access.network, Andreas Kirchner, Maximilian Heber) Das Projekt open-access.network verfolgt drei wesentliche Ziele: Das Informieren, Vernetzen und Fortbilden der Open-Access-Community. Zu diesem Zweck wurde die Informationsplattform open-access.net im Rahmen des Projekts umgestaltet zum Kompetenz- und Vernetzungsportal open-access.network. Der Relaunch findet im Rahmen der Open-Access-Tage am Abend des 27. September im Rahmen einer Relaunch-Party statt. In diesem Vortrag stellen die Projektmitarbeiter Maximilian Heber und Andreas Kirchner die neue Website vor und geben dabei eine kleine Einführung in die Grundlagen des Open Access. Des Weiteren geben sie praktische Tipps zur Umsetzung von Open Access und stellen die Services vor, welche das Portal allen Interessierten bietet. Jasmin Schmitz| Maximilian Heber| Andreas Kirchner Raum A Open Access,Preprints
28.09.2021 9:30 AM 28.09.2021 11:00 AM Session #6: OA-Finanzierungsmodelle Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/rpkyteddModeration: Ulrike Kändler In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: "Scaling Small" für ein gemeinnütziges scholar-led Open Access-Ökosystem für Buchpublikationen (Tobias Steiner) Das Open Access-Publikationswesen befindet sich aktuell insbesondere im Bereich von Buchpublikationen in einer Phase des Umbruchs. Während von Wissenschaftler*innen geführte, so genannte scholar-led Verlage schon länger die Etablierung innovativer Publikationsmodellen vorantreiben, beginnen nun auch große Universitätsverlage sowie kommerzielle Verlage damit, OA-Buchpublikationen ernst zu nehmen. Der sich abzeichnende Trend zu "Big Deals" und "transformativen" Vereinbarungen hat das Potenzial, die bestehende Vielfalt an akademisch geführten, nicht profitorientierten Verlagsinitiativen noch stärker an den Rand zu drängen und damit kollektiv-geführte Initiativen wie das ScholarLed-Konsortium oder die Radical Open Access Collective zu bedrohen. Der "Scaling Small"-Ansatz (Adema & Moore, 2021) stellt hier eine alternative Vision zu der drohenden Zukunft eines monopolistisch-monopsonistischen Publikationswesens in Aussicht. Das “Scaling Small"-Prinzip formt den Kern von COPIM, eines internationalen Verbundprojekts, welches Bibliotheken, scholar-led Open-Access-Verlage, Forschende und OA-Infrastrukturanbieter zusammenbringt, um auf ein nachhaltiges, pluralistisches, gemeinnütziges Publikationsökosystem hinzuwirken. COPIM arbeitet an der Überwindung der wichtigsten technologischen, strukturellen und organisatorischen Hürden, um ein solches Ökosystem zu verwirklichen. Dazu zählen:
  1. die Entwicklung eines gemeinnützigen Plattform-Kollektivs zum effizienten Informations- und Umsatzmanagement zwischen Verlagen, Bibliotheken und Infrastrukturanbietern. Die Plattform wird als Informationsportal zu OA-Buchpublikationen im Allgemeinen sowie insbesondere den im Kollektiv vertretenen non-profit scholar-led OA-Initiativen und deren Publikationen gedacht.
  2.  |die Etablierung neuer Finanzierungsmodelle abseits von BPCs, darunter Opening the Future, welches interessierten Verlagen den Übergang zu Non-BPC-OA ermöglicht|
  3.  |die forschungsgeleitete Adaption von für gemeinnützige, community-gesteuerte digitale Infrastrukturen geeignete Governance-Modelle|
  4.  |die Entwicklung von Thoth, einem open source Multiformat-Metadatensystem zur strukturierten Erstellung und Verbreitung von Metadaten für OA-Buchpublikationen|
  5.  |die explorative Erforschung experimenteller digitaler, offener Buchveröffentlichungspraktiken|
  6.  |technische und rechtliche Lösungen zur effizienten Archivierung und Langzeitbewahrung komplexer digitaler Forschungspublikationen.
Wir nähern uns der Halbzeit unseres Projekts und möchten mit dieser Präsentation Einblicke in unsere schon erreichten Ziele sowie weiterführende Schritte geben und dabei skizzieren, wie COPIM den "Scaling Small"-Ansatz in die Tat umsetzt. Finanzierung von OA-Monographien - Erfahrungen an der SLUB Dresden (Eloísa Deola Schennerlein) Spätestens mit den DEAL-Verträgen wurden im Bereich der Artikelförderung die Weichen für das Förderverhältnis zwischen Verlagen und Bibliotheken gestellt. Die Rahmenbedingungen für die Monographienförderung sind dagegen noch mit vielen Fragen verbunden. Hohe "Book-Processing-Charges" und Open-Access-Gebühren in schwer nachvollziehbarer Bepreisung stehen dem Wunsch der Bibliotheken gegenüber, transparente Preise für Dienstleistungen zu zahlen und eine Preisspirale wie bei der Artikelförderung zu vermeiden. Ziel einer Förderung für OA-Monographienfördeurng muss daher sein, auf eine nachhaltige, finanzierbare und transparente Publikationskultur hinzuwirken. An der SLUB Dresden wurde im Jahr 2020 ein Publikationsfonds für Monographien eingerichtet, mit dessen Konzeptionierung genau diese Zielstellung verfolgt wird. Die Aufstellung der Förderkriterien spielt dabei ebenso eine Rolle, wie die Kommunikation und Zusammenarbeit mit AutorInnen und Verlagen. Daher werden im Rahmen des SLUB Monographienfonds keine pauschalen (OA-) Gebühren finanziert. Stattdessen werden lediglich nachvollziehbar kalkulierte Kosten gefördert, die bei der Produktion der (OA-) Publikation real entstehen (ob durch Personalkosten, Gemeinkosten oder Kosten für Dienstleistungen). Die Kosten, aus denen sich der Gesamtpreis für ein Buch zusammensetzt, sind von Grund auf sehr divers. Viele schwer zu berechnende Faktoren, die sich von Verlag zu Verlag deutlich unterscheiden, fließen als Gemeinkosten in die Kalkulation mit ein und kaum ein Verlag lässt sich bei der Kalkulation seiner Preise gerne "hinter die Kulissen" schauen. Dennoch besteht der Publikationsprozess eines OA-Buches letztlich aus einer Reihe an Dienstleistungen, die vom Verlag teils Inhouse erledigt, teils extern beauftragt werden. Um die Position der Bibliotheken als Akteure auf dem Publikationsmarkt zu stärken und mit den Verlagen auf Augenhöhe zu verhandeln, statt dauerhaft nur die Rolle als "reine Geldgeber" einzunehmen, wollen Bibliotheken daher mit AutorInnen und Verlagen zusammenarbeiten, um Dienstleistungen transparent und vergleichbar zu machen. Anhand unserer Erfahrungswerte des SLUB-Monographienfonds möchten wir daher die Problematik intransparenter Kosten auf dem Monographienmarkt diskutieren und freuen uns über einen Erfahrungsaustausch zur Rolle der Bibliotheken in diesem Spannungsfeld.
Tobias Steiner| Eloísa Deola Schennerlein Raum B Open Acces Transformation,scholar-led,collective,OA books,not-for-profit,Humanities and Social Sciences,OA-Monographien,Publikationskosten,Finanzierung,Transformationsverträge,ESAC Initiative,OA2020
28.09.2021 11:00 AM 28.09.2021 11:30 AM Pause: Kaffeeklatsch Socializen Um der Anonymität des Online-Kontextes zu entkommen, steht in den Pausen der gathertown Raum zur Verfügung, zum persönlichen Kaffeeklatsch in der Teeküche oder gemeinsamen Sportmachen. Schauen Sie vorbei!   gathertown  
28.09.2021 11:30 AM 28.09.2021 1:00 PM Poster & Pitches in gathertown Poster Zugangslink: https://tinyurl.com/OAT21CommunityAlle Poster stehen auch in der |Zenodo-Sammlung der Open-Access-Tage 2021 |bereit. In der Session “Poster and Pitches” werden Projekte, Initiativen und Tools der Open-Access-Community vorgestellt. Die Poster und Videos sind vollwertige Konferenzbeiträge. In der virtuellen Session in gather.town |präsentieren die Referent*innen in einem eigenen Bereich das jeweilige Poster oder Video und es gibt die Möglichkeit für Diskussion und Austausch mit den Teilnehmer*innen. Zusätzlich wird über ein Online-Voting das beste Poster oder der beste Pitch gekürt. Der Link zur Abstimmung wird während der Postersession geteilt. Moderation: Andreas Ferus, Silke Bellanger, Ulrike Kändler Folgende Poster und Pitches stehen in der Galerie: (in dieser Reihenfolge von links oben bis rechts unten) 1. Toepfer, Ralf (ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Deutschland): Open Access der deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Forschung 2. Rapp, Franziska (kiz / Universität Ulm, Germany): Ulmer Konzept für ein einrichtungsübergreifendes Open Access Repository 3. Kammerer, Dietmar (Philipps Universität Marburg, Germany): V2R: Volltextsuche in Verteilten Ressourcen Ein Workflow für Repositorien 4. Saar, Larissa| Piel, Pattrick (Max Weber Stiftung, Germany): OPERAS-GER – der Beginn des ersten National Nodes von OPERAS 5. Söllner, Konstanze (1)| Putnings, Markus (1)| Hoffmann, Astrid Birgit (1)| Berghaus-Sprengel, Anke (2)| Brenn, Daniel (2)| Borchert, Carsten (3)| Eichler, Frederik (3) (1: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland| 2: Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, Deutschland| 3: SciFlow GmbH, Deutschland): Open Source Academic Publishing Suite (OS-APS): Medienneutrales OA-Publizieren im eigenen Corporate Design 6. Eppelin, Anita| Falkenburg, Philipp (Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg): Eine neue Open-Access-Adresse im Land Brandenburg : Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg — VuK 7. Fadeeva, Yuliya (1)| Laugwitz, Matthias (2) (1: Duisburg-Essen University Library, Germany| 2: IST-Hochschule für Management, Düsseldorf, Germany): Akteur:innen bei Open-Access-Publikationen in den Geisteswissenschaften: Stakeholder-Mapping im Projekt AuROA 8. Neufend, Maike (1)| Ganz, Kathrin (2) (1: Open-Access-Büro Berlin| 2: Universität Hamburg): Das scholar-led.network Manifest. Wissenschaftliche Publikationen im Open Access, von der wissenschaftlichen Community betrieben, gefördert, geleitet 9. Geuenich, Michael (1)| Deller, Franziska (2)| Sper, Vivian (2) (1: ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften, Germany| 2: Verlag Barbara Budrich, Leverkusen, Deutschland): OAPEnz. Open-Access-Publikation von enzyklopädischen Handbüchern 10. Schmidt, Birgit (1)| Jahn, Najko (1)| Bärwolff, Theresa (1)| Dreyer, Malte (1)| Oberländer, Anja (2)| Benz, Martina (2)| Kindling, Maxi (3)| Neufend, Maike (3) (1: Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen, Deutschland| 2: Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum, Universität Konstanz, Konstanz, Deutschland| 3: Open-Access-Büro Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin, Deutschland): Open4DE - Stand und Perspektiven einer Open-Access-Strategie für Deutschland 11. Tillmann, Diana| Grossmann, Alexander| Reiche, Michael| Böhm, David (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig, Deutschland): Werkzeuge und Strategien zur Beschleunigung der Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems hin zu Open Access 12. Tullney, Marco (1)| Schulz, Katharina (1)| Benz, Martina (2)| Oberländer, Anja (2) (1: Technische Informationsbibliothek (TIB), Deutschland| 2: KIM, Universität Konstanz, Deutschland): KOALA - Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen 13. Kirchner, Andreas (1,2)| Schneider, Hannah (1,2)| Schultze-Motel, Paul (1,3) (1: BMBF-Projekt open-access.network| 2: Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM), Universität Konstanz| 3: Helmholtz Open Science Office, Helmholtz Gemeinschaft): Open Access Helpdesk: Behind the Scenes 14. Halbherr, Dr. Verena R. (1)| Reimer, Nadine (2)| Paichard, Marine (3)| Skowronek, Dr. Janto (3)| Sperling, Petra (3) (1: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Germany| 2: Pädagogische Hochschule Weingarten| 3: Hochschule für Technik Stuttgart): Open Access an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg: Potentiale und Defizite 15. Eve, Martin Paul (Birkbeck, University of London, United Kingdom): ‘Opening the Future’ - a new funding model for open-access monographs: introducing an innovative approach to publishing OA books through library membership funding 16. Lehnert-Bechle, Melanie| White, Natasha| Scheer, Eva-Maria| Quasdorf, Torben (Wiley-VCH GmbH, Germany): Transitioning to an open future 17. Nüst, Daniel (1)| Hauschke, Christian (2)| Cordts, Anette (2)| Yücel, Gazi (2) (1: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU), Germany| 2: Technische Informationsbibliothek (TIB), Germany): Das Projekt OPTIMETA – Stärkung des Open-Access-Publikationssystems durch offene Zitationen und raumzeitliche Metadaten 18. Hackl, Claudia| Ganguly, Raman (Universität Wien, Österreich): Open Access to Education – Schnittstellenarbeit im Zeichen von Open Education und Open Science 19. Dalla Via, Josef (Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Italien): Die Open-Access-Initiative in Südtirol   gathertown  
28.09.2021 1:00 PM 28.09.2021 2:00 PM Mittagspause Pause     gathertown  
28.09.2021 2:00 PM 28.09.2021 3:30 PM Session #7: Mehrwertdienste rund um OA Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/6zff5rwyModeration: Philipp Zumstein In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: B!SON – Empfehlungsservice für qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften (Josephine Hartwig, Sherzod Hakimov, Anett Hoppe, Michael Wohlgemuth & Marco Tullney) Im Rahmen der voranschreitenden Open-Access-Transformation werden immer mehr Zeitschriften in Open-Access-Formate überführt. So stieg die Zahl der im Directory of Open Access Journals (DOAJ) indexierten Zeitschriften von April 2018 bis April 2021 von 11.250 auf mehr als 16.000. Dies resultiert in starken Herausforderungen für Wissenschaftler:innen, fachlich geeignete Zeitschriften für ihre Manuskripte zu bestimmen. Deshalb haben sich die TIB und die SLUB Dresden mit Unterstützung des DOAJ, OpenCitations und vieler nationaler Einrichtungen im BMBF-Projekt "B!SON" zum Ziel gesetzt, einen offenen, verlagsagnostischen, kostenfreien und datenschutzkonformen webbasierten Empfehlungsservice für qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften aufzubauen. Hier erhalten Nutzer:innen nach Eingabe von Titel, Abstract und/oder Literaturverzeichnis eine nach Relevanz gefilterte Liste an Open-Access-Zeitschriften, welche zu ihrem Manuskript passen. Die Suche kann mittels Filterkriterien verfeinert werden. Die Ausgabe der Empfehlungen enthält einen Steckbrief zu jeder Zeitschrift, welche die finale Auswahl durch die Wissenschaftler:innen erleichtern soll. Zu Beginn des Projekts wurden Anforderungen an den Empfehlungsservice erhoben. Dazu wurde (a) eine Fragebogenerhebung bei Wissenschaftler:innen durchgeführt und (b) Aussagen von Spezialist:innen aus der Publikationsberatung in qualitativen Interviews gesammelt. Mehr als 850 Wissenschaftler:innen haben den Fragebogen ausgefüllt. Diese wünschten sich die Einbindung folgender Informationen in den Empfehlungsservice: (1) Auflistung der Zeitschriften-Verzeichnisse in denen die Zeitschrift gelistet ist zur Absicherung gegen Fake-Journale, (2) Kosten und Lizenzrechte (z.B. Höhe der Publikationskosten und deren Übernahme durch die Institution| Verbleib der Nutzungsrechte bei den Autor:innen), und (3) Auffindbarkeit des eigenen Artikels (DOI-Vergabe, Einbindung in Literaturdatenbanken) sowie Einfluss und Sichtbarkeit der Zeitschrift (zitationsbasierter Aufmerksamkeitswert). Seitens der Publikationsberatenden wird vor allem die Transparenz des Empfehlungsservice (Wie kommt B!SON zu den empfohlenen Zeitschriften?) und die standortspezifische Anpassung zur Einbindung der Förderkriterien hervorgehoben. Der erste B!SON-Prototyp soll ab April 2022 zur Verfügung stehen, das vollständige System wird April 2023 live gehen. Im Fokus des Talks stehen, neben einer kurzen Vorstellung des Empfehlungsservice, die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Anforderungsanalyse. Open Knowledge Maps Custom Services: Visuelle Literatursuche für institutionelle Systeme (Peter Kraker, David Johann, Beate Guba, Andreas Ferus & Andrea Hacker) Die Coronavirus-Pandemie hat ein Brennglas auf eine Reihe von Problemen des aktuellen wissenschaftlichen Kommunikationssystems gerichtet. Darunter ist auch die Auffindbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse: mehr als 200.000 Publikationen wurden zu dem Thema in kurzer Zeit veröffentlicht. Gängige Suchmaschinen, die unstrukturierte Ergebnislisten bereitstellen, können mit dieser Wissensexplosion nicht umgehen: sie bieten weder einen Überblick über die Ergebnisse noch die erforderlichen Kontextinformationen, um die Ressourcen evaluieren zu können. Open Knowledge Maps hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sichtbarkeit und Auffindbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse dramatisch zu erhöhen. Der gemeinnützige Verein entwickelt dafür ein offenes, visuelles und Community-gesteuertes System. Anstelle von Listen kommen Wissenslandkarten (Knowledge Maps) zum Einsatz. Wissenslandkarten bieten einen sofortigen Überblick über ein Feld, da sie die Hauptbereiche und die zu den einzelnen Bereichen gehörenden Dokumente auf einen Blick anzeigen. Mit BASE als Hauptdatenquelle baut Open Knowledge Maps auf Open Access-Infrastruktur auf und erhöht die Sichtbarkeit der darin enthaltenen Inhalte, z.B. aus institutionellen Repositorien oder aus Preprint-Archiven. Dies umfasst viele Quellen und Dokumenttypen, die von kommerziellen Produkten nicht indiziert werden. In unserem Vortrag stellen wir das brandneue Custom-Services-Modell vor, welches gemeinsam mit der Community entwickelt wurde. Das Modell ermöglicht es Institutionen, ihre Discovery-Angebote mit visuellen Suchkomponenten von Open Knowledge Maps zu erweitern. Diese werden wahlweise als Cloud-Komponenten eingebunden oder können als Open Source-Software am eigenen Server installiert werden. Die Komponenten sind adaptierbar, einschließlich der Möglichkeit, die Datenbasis auf die eigenen Bestände zu beschränken. Jede Wissenslandkarte hat eine PID und kann wiederum in andere Websites eingebettet werden, z.B. zu Präsentations- und Disseminationszwecken. Wie alle Angebote von Open Knowledge Maps werden auch die Custom Services kostenlos und als offene Infrastruktur bereitgestellt. Um die Infrastruktur zu finanzieren und aufrechtzuerhalten, betreiben wir ein Crowdsourcing-Modell mit Fördermitgliedern. Fördermitglieder werden Teil der Governance der Organisation und sind direkt in Entscheidungsprozesse um die technische Roadmap eingebunden. ORCID-Monitoring und OA-Kontext (Friedrich Summann, Stephanie Glagla-Dietz & Sebastian Wolf) Für Juni 2021 ist der Produktiveinsatz des ORCID-DE-Monitors im Rahmen des DFG-Projektes ORCID DE 2 – Konsolidierung der ORCID-Informationsinfrastruktur in Deutschland geplant und versucht die Nutzung und Verbreitung der ORCID iD transparent zu begleiten und mit geeigneten Analysemethoden zu unterstützen. . Der ORCID-DE-Monitor stellt Daten aus den Quellen der BASE-Harvesting-Umgebung mit Metadaten zu Publikationen und Datenlieferanten (mit dem Schwerpunkt Repositorien und Zeitschriftenplattformen im universitären Kontext), Crossref-Informationen, GND und orcid.org mit Bezug zur ORCID-Verwendung zusammen und speichert sie in geeigneter Weise in einem Data Store. Dieser liefert eine API, bei der Suchanfragen mit verschiedenen Optionen (Land, Quellentyp, technische Systeme) gestellt werden können. Eine system-eigene Benutzeroberfläche verwendet diese API, um eine komfortable Endnutzeroberfläche zur Verfügung zu stellen. Eine naheliegende Möglichkeit in diesem Zusammenhang ist die Verknüpfung mit Open-Access-Informationen, wie Status und Lizenzbedingungen, die in der Datenbasis (BASE-Index, Harvesting-Ergebnisse, OA-Normalisierung, Unpaywall-Enrichment und Metadaten zu den Quellen) vorhanden sind. Daher ist es naheliegend, diese Daten in die Monitor-Infrastruktur einzubeziehen, zunächst in der Datenaufbereitung und dann auch in den Einstell- und Abfragemöglichkeiten und auf diese Weise Querverbindungen zu evaluieren und aufzeigen zu können. Der Vortrag skizziert die Grundstruktur der ORCID-DE-Monitors, die aktuelle Implementierung und die Optionen zur Einbeziehung von Open-Access-Informationen in Datenbasis und Auswertungsmöglichkeiten. Dazu wird konkret die Benutzeroberfläche vorgestellt. Peter Kraker| Stephanie Glagla-Dietz| Friedrich Summann| Josephine Hartwig| David Johann Raum A webbasierter Empfehlungsservice für qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschriften,hybrides Verfahren semantischer und bibliometrischer Ähnlichkeitsbestimmung,Erfassung der Anforderungen an den Service seitens Wissenschaftler:innen und Bibliothekar:innen,Auffindbarkeit,Offene Infrastrukturen,Visualisierung,Customizing
28.09.2021 2:00 PM 28.09.2021 3:30 PM Session #8: OA in außeruniversitären Einrichtungen Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/rpkyteddModeration: Karin Ilg In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: Open Access - Eine Herausforderung für kleinere Bibliotheken? (Stefanie Paß, Jana Rumler & Clara Schindler) Das Museum für Naturkunde Berlin ist ein integriertes Forschungsmuseum in der Leibniz-Gemeinschaft. Es ist ein Ort, an dem sich Wissenschaft und Gesellschaft treffen und stärkt die Wissensgesellschaft durch den freien Zugang zu Informationen und Forschungsinfrastrukturen, sowie durch die Öffnung seiner Forschung im Sinne von Open Science. Die Bibliothek des Museums trägt dazu bei, indem sie Open Access (OA) innerhalb und außerhalb der Institution fördert. Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der Koordinierungsstelle für wissenschaftliches Publizieren. Die Stelle wurde 2017 in der Bibliothek eingerichtet und unterstützt bei Fragen rund um den wissenschaftlichen Publikationsprozess, beim Reporting zum wissenschaftlichen Output, beim Lizenzmanagement sowie den Transformationsverträgen und in der Erstellung bzw. Erneuerung der Open Access Leitlinie. Darüber hinaus ist die Koordinationsstelle für das Article Approving Management und die interne Koordination der Publikationskosten zuständig. All diese Aufgabenbereiche sowie die zukünftigen Aktivitäten zur Umsetzung und Förderung von Open Access in der Einrichtung, wie beispielsweise die Einrichtung eines hauseigenen Publikationsfonds, sind Herausforderungen, die in großen wissenschaftlichen Bibliotheken längst umgesetzt sind. Dies wirft die Frage auf, wie groß die Kluft bei der Umsetzung von Open Access zwischen großen und kleinen Bibliotheken ist. Was sind die größten Hindernisse, mit denen kleinere Einrichtungen wie Spezial- und Museumsbibliotheken konfrontiert sind? Gibt es Best Practices, die in anderen Einrichtungen übernommen werden könnten? Um dies herauszufinden, wurde im Frühjahr 2021 eine Umfrage unter Museumsbibliotheken durchgeführt, deren Ergebnisse bei den Open Access Tagen 2021 vorgestellt werden. Wir hoffen aus den Ergebnissen heraus Möglichkeiten zu identifizieren, um die Kluft zwischen den verschiedenen Bibliotheken zu verringern und im besten Fall Strukturen zu schaffen, die kleineren Bibliotheken helfen, Open Access und Open Science in ihren Einrichtungen zu fördern. Alternativen zu Read&Publish-Verträgen: Zur Umsetzung von Open Access an pädagogischen und Fachhochschulen (Simone Rosenkranz) Die Publikationslandschaft an PHs und FHs ist heterogen und unterscheidet sich von jener der Universitäten: Neben internationalen Journals spielen landessprachliche, anwendungsorientierte Fachzeitschriften eine wichtige Rolle. Eine Publikationsanalyse, die im Rahmen des Projektes OA-EASI (Open Access for Educational and Applied Sciences) durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass unter den Journals, bei denen Autoren*innen aus FHs und PHs am häufigsten publizieren, praxisorientierte Publikationsorgane in den Landessprachen die grosse Mehrheit ausmachen. Diese Zeitschriften und Verlage stehen jedoch nicht im Fokus der nationalen und internationalen Bemühungen um Open Access. Es zeigt sich also, dass im Unterschied zu den Universitäten konsortiale Read & Publish-Agreements für die FHs und PHs einen vergleichsweise geringen Teil der Publikationslandschaft abdecken. Im Vortrag werden die Ergebnisse des im Sommer 2021 abgeschlossenen Projektes OA-EASI vorgestellt: Neben der breit angelegten Publikationsanalyse mit mehr als 17'000 Publikationen von FHs und PHs (2017-2019) und den Resultaten aus 10 Experteninterviews werden Erfahrungen diskutiert, die bei der Beratung zweier Zeitschriften aus dem genannten Bereich in Hinblick auf eine Transformation zu Open Access gemacht werden konnten. Zudem werden Überlegungen angestellt, wie Open Access im Kontext von FHs und PHs gezielter gefördert werden kann: Welche Open Access-Modelle eignen sich für diese tendenziell praxisorientierten Publikationen? Wie kann die Transformation von Zeitschriften hin zu Open Access finanziert werden? Welche Unterstützungsmassnamen braucht es bei einer solchen Umstellung? Für Finanzierungen von Flippings/Gold OA könnten ähnliche konsortiale Modelle in Frage kommen wie sie im Rahmen der Read&Publish-Agreements ausgearbeitet wurden. Bei Publikationen, die sich vornehmlich an eine nichtakademische Leserschaft wenden, könnte der Grüne Weg eine effiziente Alternative zur vollen Transformation sein. Ergänzend dazu verlangen Supportangebote für Verlage und Herausgeber*innen hinsichtlich Infrastruktur und rechtlicher Grundlagen besondere Aufmerksamkeit. Open Access: Diversität oder Chancenungleichheit? (Verena Halbherr & Nadine Reimer) Hintergrund: Open-Access-Publizieren verändert die Publikationslandschaft. Erhöhte potentielle Sichtbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und beschleunigter Austausch von Forschungsergebnissen sind nur einige von vielen Vorteilen. Hier stellt sich die Frage, ob von diesem Wandel der Publikationslandschaft bestimmte Personengruppen unterschiedlich stark profitieren. Die Analyse von Open-Access-Publikationen und der benötigten Infrastruktur für Open Access lassen die Frage aufkommen, ob es einen Gender-Open-Access-Publication-Gap gibt. Methodik: Im Rahmen der empirischen Erhebungen des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Projekts „Implementierung von Open Access an HAWen und PHen in Baden-Württemberg“ (Befragung von 563 Wissenschaftler:innen aus 11 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Pädagogischen Hochschulen (PH) im Herbst 2020) zeigte sich, dass sich die Quantität von Publikationen, auch von Open-Access-Publikationen, zwischen den Geschlechtern an HAWen und PHen unterscheidet. Ergebnisse: Näher beleuchtet werden die Fragen, ob die Unterschiede in der Häufigkeit der OA-Publikationen durch Faktoren wie Fachbereich, Erwerbsumfang (Vollzeit vs. Teilzeit), berufliche Stellung (Professor:in vs. Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in), Alter und Hochschultyp erklärt werden können, oder ob das Geschlecht im Publikationsverhalten eine Rolle spielt. Darüber hinaus werden weitere „weiche“ Faktoren wie die Motivation zu publizieren, Motivation OA zu publizieren, Hemmnisse, Wahrnehmung von Vorteilen und Nachteilen der OA-Publikationen untersucht und Unterschiede zwischen den Geschlechtern dargestellt. Diskussion: Es gibt Unterschiede in der Häufigkeit der OA-Publikationen und in den „weichen Faktoren“. Profitieren die Geschlechter unterschiedlich stark von dem Trend hin zu mehr Open-Access-Publikationen? Sind diese Ergebnisse auch für universitäre Forschung gültig oder eine Besonderheit der HAWen und PHen? Stefanie Paß| Jana Rumler| Clara Schindler| Dr. Verena R. Halbherr| Simone Rosenkranz Raum B Open Access,Open Acces Transformation,Museumsbibliotheken,Spezialbibliotheken,Organisationsentwicklung,Publicaction gap,gender,Bibliodiversity,empirische Daten,Hochschule für Angewandte Wissenschaften,Pädagogische Hochschule,PH,FH,OA-Journals,OA-Modelle
28.09.2021 3:30 PM 28.09.2021 4:00 PM Pause: Kaffeeklatsch Socializen Um der Anonymität des Online-Kontextes zu entkommen, steht in den Pausen der gathertown Raum zur Verfügung, zum persönlichen Kaffeeklatsch in der Teeküche oder gemeinsamen Sportmachen. Schauen Sie vorbei!   gathertown  
28.09.2021 4:00 PM 28.09.2021 5:30 PM Q&A-Session Peter Suber Q&A Zugangslink: https://tinyurl.com/trjtfu89Moderation: Andrea Hacker, Silke Bellanger Open Access Tage 2021: Q&A Session mit Peter Suber – was Sie schon immer zu Open Access fragen und diskutieren wollten! Seit mehreren Jahrzenten prägt und begleitet Peter Suber die Open Access Entwicklungen. Er gehört zu den Verfassern der Budapester Erklärung von 2002, einem Schlüsselereignis und der Open-Access-Initiative. Suber ist Direktor des Harvard Office for Scholarly Communication und des Harvard Open Access Project sowie Senior Researcher am Berkman Klein Center for Internet & Society. Mit seinen Schriften, Vorträgen und fast täglich auf Twitter begleitet und gestaltet er die Open-Access-Diskussion. Auf den Open-Access-Tagen, am Dienstag, den 28.09.2021, ab 16 Uhr haben wir nun mit einer moderierten Q&A Session die einmalige Chance, mit ihm über Open Access zu diskutieren: von den Erfolgen und Erwartungen der Vergangenheit zu den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft. Sehr gerne möchten wir alle einladen, sich mit Ihren brennenden Fragen an der Session zu beteiligen! Notieren Sie Ihre Fragen und Gedanken vorab (in Deutsch und/oder Englisch) auf dem Miro-Board der Q&A Session: https://kurzelinks.de/OAT21-QASuber - bitte möglichst bis zum 24. September, damit wir sie berücksichtigen können. Oder melden Sie sich während der Q&A Session live via Chat mit Kommentaren und weiteren Fragen. Je nach Wunsch können gerne Namen und Institution mit angegeben werden, sodass in der Session auf Sie Bezug genommen werden kann. Die Session selbst wird in Englisch sein. Und vielleicht ist die Q&A ein Anlass, sich erneut mit den Arbeiten von Peter Suber zu befassen?   Raum C  
28.09.2021 8:00 PM 28.09.2021 10:00 PM Abendprogramm Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community Nach einem informativen Konferenztag möchten wir den Tag mit einem gemeinsamen Spieleabend ausklingen lassen. In lockerer Atmosphäre bieten Spiele wie Stadt-Land-Fluss oder Montagsmaler die Chance zum Austausch. Ein Kaltgetränk und etwas zu knabbern - das darf dabei natürlich nicht fehlen. Wir sind gespannt auf kreative Snack-Rezepte! Beginn ist 20.00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.   gathertown  
29.09.2021 9:00 AM 29.09.2021 9:30 AM Warm-up Socializen Wir treffen uns gemeinsam in gathertown und veranstalten zum Start lockere Warm-up-Spiele in entspannter Atmosphäre. Sportliche Betätigung ist optional. Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community   gathertown  
29.09.2021 9:30 AM 29.09.2021 10:30 AM Keynote mit Margo Bargheer Keynote Zugangslink: |https://tinyurl.com/hdbzrv5tPartizipation durch OA — ein nur teilweise eingelöstes Versprechen Margo Bargheer ist gelernte Grafikerin und Ethnologin. Sie arbeitet zu Open Science, Open Access und wissenschaftlichem Publizieren an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen. Twitter: @margoline https://orcid.org/0000-0001-8246-8210 Moderation: Dirk Verdicchio   Auditorium  
29.09.2021 10:30 AM 29.09.2021 11:00 AM Pause: Kaffeeklatsch Socializen Um der Anonymität des Online-Kontextes zu entkommen, steht in den Pausen der gathertown Raum zur Verfügung, zum persönlichen Kaffeeklatsch in der Teeküche oder gemeinsamen Sportmachen. Schauen Sie vorbei!   gathertown  
29.09.2021 11:00 AM 29.09.2021 12:30 PM Thementische Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community In dieser Zeit können Sie sich in lockerer Atmosphäre an „Thementischen“ zu Aspekten untereinander austauschen, die Sie persönlich im alltäglichen Umgang mit Open Access beschäftigen. Ganz nach dem Motto „Bring-your-own-problem“ können so praxisnahe Diskussionen in spontanen, kleineren Runden entstehen, etwa zu den Themen Zweitveröffentlichung, Publikationsfonds oder Open-Access-Beratung. Auch eigene Themen sind willkommen. Während der Open-Access-Tage können alle Teilnehmenden selbst auf einem virtuellen Whiteboard Themen einbringen. Zudem stehen die Thementische auch außerhalb der geplanten Session für Community-Diskussionen und zur Vernetzung untereinander bereit. Folgende Thementische sind geplant:
  • DEAL
  • Repositorien
  • OA-Verträge (z. B. konsortial, national)
  • Publikationsservices (z. B. Einrichtungseigene Services)
  • Zukunft von OA (z. B. Ziele, Utopien, Erwartungen)
  • OA vermitteln/anwenden (z. B. an wissenschaftlichen Nachwuchs)
  • Zielgruppen erreichen
  • Publication Policies (z. B. Wirkung, Inhalte, als Instrument zur Umsetzung von OA, welche Instrumente gibt es noch?)
  • Publikationskosten (z. B. Budget-Management, Publikationsfonds, Kosten-Monitoring, wo kommen Gelder her, Mittelumwidmung)
  • Participation
  gathertown  
29.09.2021 12:30 PM 29.09.2021 1:30 PM Mittagspause Pause     gathertown  
29.09.2021 1:30 PM 29.09.2021 3:00 PM Thementische Socializen Zugangslink: |https://tinyurl.com/OAT21Community In dieser Zeit können Sie sich in lockerer Atmosphäre an „Thementischen“ zu Aspekten untereinander austauschen, die Sie persönlich im alltäglichen Umgang mit Open Access beschäftigen. Ganz nach dem Motto „Bring-your-own-problem“ können so praxisnahe Diskussionen in spontanen, kleineren Runden entstehen, etwa zu den Themen Zweitveröffentlichung, Publikationsfonds oder Open-Access-Beratung. Auch eigene Themen sind willkommen. Während der Open-Access-Tage können alle Teilnehmenden selbst auf einem virtuellen Whiteboard Themen einbringen. Zudem stehen die Thementische auch außerhalb der geplanten Session für Community-Diskussionen und zur Vernetzung untereinander bereit. Folgende Thementische sind geplant:
  • DEAL
  • Repositorien
  • OA-Verträge (z. B. konsortial, national)
  • Publikationsservices (z. B. Einrichtungseigene Services)
  • Zukunft von OA (z. B. Ziele, Utopien, Erwartungen)
  • OA vermitteln/anwenden (z. B. an wissenschaftlichen Nachwuchs)
  • Zielgruppen erreichen
  • Publication Policies (z. B. Wirkung, Inhalte, als Instrument zur Umsetzung von OA, welche Instrumente gibt es noch?)
  • Publikationskosten (z. B. Budget-Management, Publikationsfonds, Kosten-Monitoring, wo kommen Gelder her, Mittelumwidmung)
  • Participation
  gathertown  
29.09.2021 1:30 PM 29.09.2021 3:00 PM Session # 9: Glänzende Aussichten: Standards für nicht-kommerziellen OA Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/c3u7m8k2Moderation: Astrid Orth In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: Building human and financial capacity for Diamond OA (Vanessa Proudman) In 2020, cOAlition S commissioned a study to gain insights into the OA publishing landscape of diamond journals and platforms, i.e. OA which is free to both readers and authors. The research, conducted by a group of 10 organizations led by OPERAS, aggregated data from an online survey that gathered over 1600 responses from journal editors across the globe, a quantitative analysis of data from bibliographical databases and a qualitative analysis based on focus groups of journal editors and interviews with infrastructure providers. The findings of the study show a fragmented landscape of relatively small journals that serve a wide range of disciplines and languages. Journals have a mix of scientific strengths and operational challenges (including compliance with funder mandates). Their economy is characterized by a large dependency on volunteers, universities and governments, modest publishing costs and a variety of funding models. In this presentation, we will discuss how to create a more connected, collaborative and resilient scholar-led OA diamond publishing system: one that supports OA participation for all researchers, regardless of their economic standing, culture, scientific domain or language. We will call on the recommendations of the study by focussing on how to gain efficiencies amongst many publishers to streamline processes and build shared services, becoming technically future-fit together. We will discuss building a new capacity centre for OA Diamond journal editors and platforms to grow, strengthen, innovate and save costs for that sector. We will end by proposing how a range of institutions and funders can help keep OA diamond free and sustainable for years to come also linking to the recent German study on the topic. We will focus on how to sustain the operations of OA diamond and investing in their future in the short, medium and long terms giving examples of how. "Shine bright like a diamond" - wie institutionelle Publikationsdienste offene Wissenschaft fördern (Isabella Meinecke & Tim Boxhammer) Die Open-Access-Transformation unterstützt in erster Linie die Veröffentlichung in kommerziellen Open-Access-Zeitschriften, bei denen Article Processing Charges (APCs) anfallen. Im Gegensatz dazu werden APC-freie Diamond-Zeitschriften in der Regel nur während der Migrations- und Gründungsphase gefördert| eine längerfristige Perspektive lässt sich dadurch jedoch häufig nicht gewährleisten. Wissenschaftliche Einrichtungen können durch institutionelle Publikationsdienste die dringend benötigte Nachhaltigkeit schaffen. Insbesondere Angebote für das Hosting von wissenschaftlichen Fachzeitschriften ermöglichen den langfristigen Betrieb von Publikationsplattformen nach aktuellen Standards und Kriterien einer offenen Wissenschaft (u. A. Transparenz, persistente Idenfifikatoren, Metriken, Mehrsprachigkeit, Multimedia). Die Umsetzung dieser Standards und die langfristige Sichtbarmachung von Inhalten sorgen für eine nachhaltige Verbreitung und Nachnutzung. Herausgebende Wissenschaftler:innen können auf dieser formalen und technischen Basis eigenverantwortlich publizieren. Die Ausrichtung des Angebots an internationalen Standards ermöglicht, die jeweilige Zeitschrift unabhängig von kommerziellen Angeboten als fachliche Marke auf- oder auszubauen. Dies schafft Alternativen bzw. Ergänzungen im Sinne einer wissenschaftlichen Publikationsvielfalt. Am Beispiel des Open-Access-Zeitschriften-Hostingangebots der SUB Hamburg wollen wir zeigen, wie eine wissenschaftliche Bibliothek einen professionellen Publikationsdienst nachhaltig gestalten kann. Im Fokus liegen dabei sowohl die Anforderungen an wissenschaftliche Erstveröffentlichungen wie auch die Berücksichtigung der Ressourcen der Einrichtung. Darüber hinaus wollen wir den Aspekt der Skalierbarkeit beleuchten und mit den Teilnehmenden Szenarien der Vernetzung und Interaktion diskutieren. Perspektivisch können alle Akteure von den dabei entstehenden Synergien profitieren. Nicht-kommerziell ist nicht genug. Warum formale Standards auch für IHRE Publikation eine Rolle spielen (sollten) (Xenia van Edig) Ein Problem zahlreicher APC-freier Open-Access-Zeitschriften aus dem akademischen Umfeld ist, dass verlegerische Standards nicht oder nicht vollständig beachtet werden. Besonders für wissenschaftsnahe Open-Access-Zeitschriften ist es aber wichtig, sich mit diesen Standards zu befassen, um mit Zeitschriften bei kommerziellen Anbietern mithalten zu können. Verschiedene Organisationen aus dem Open-Access-Umfeld haben Kriterien entwickelt, die eine hohe formale Qualität von Open-Access-Zeitschriften garantieren. Zu nennen sind hier v.a. die technical implementation guidelines von Plan S, die Kriterien zur Erreichung des DOAJ Seal sowie die Mitgliedschaftskriterien der Open Access Scholarly Publishing Association (OASPA). Einige der von diesen Organisationen und Initiativen angewendeten Kriterien überschneiden sich, andere sind komplementär. Die Kriterien können verschiedenen Bereichen zugeordnet werden, wie z. B. Open-Access-Standards, Identifier, Metadaten und Richtlinien bzw. Webseiteninhalte. Für TIB Open Publishing, die neue Open-Access-Publikationsplattform der Technischen Informationsbibliothek (TIB), haben diese formalen Qualitätskriterien hohe Relevanz, da Zeitschriften und Konferenzpublikationen, die mit TIB Open Publishing veröffentlichen, von vorne herein konform mit aktuellen Förderrichtlinien (z.B. Plan S) und Datenbanken (z.B. DOAJ) sein sollen, um ein möglichst große Reichweite und Sichtbarkeit zu erreichen. Im Rahmen des Aufbaus von TIB Open Publishing sind diese Kriterien daher zusammengetragen worden und sollen im Vortrag anhand einiger Beispiele veranschaulicht werden. Dabei wird auch die Übertragbarkeit auf andere Plattformen und Zeitschriften analysiert und aufbereitet. Vanessa Proudman| Isabella Meinecke| Tim Boxhammer| Xenia van Edig Raum A equity,OA,efficiency,capacity-building,sustainability,Open Science,scholar-led,Standards,Plan S,nicht-kommerzielles Publizieren,Vernetzung,Diamond OA-Zeitschriften,institutionell,Synergien
29.09.2021 1:30 PM 29.09.2021 3:00 PM Session #10: Perspektiven der OA-Transformation Vortrag Zugangslink: https://tinyurl.com/5x8wmkhpModeration: Christina Riesenweber In diesem Raum finden nacheinander folgende Vorträge statt: Open-Access-Landesstrategien und der Weg zur offenen Wissenschaft – Möglichkeiten und Herausforderungen am Beispiel Berlin (Maxi Kindling, Maike Neufend, Sophie Kobialka, | Juliane Stiller, Violeta Trkulja & Agnieszka Wenninger) Mit der Open-Access-Strategie war das Land Berlin im Jahr 2015 eines der ersten Bundesländer, das eine solche landesweite Strategie verabschiedet hat und seither die Wissenschafts- und Kultureinrichtungen des Landes Berlin bei der Umsetzung von Open Access unterstützt. Die Open-Access-Transformation ist im Hinblick auf viele Aspekte der OA-Strategie in den vergangenen sechs Jahren unterschiedlich weit fortgeschritten, es gibt viele Erfolge zu verzeichnen, aber auch nicht ausgeschöpfte Potentiale. Gleichzeitig verlagern sich Positionen und Initiativen zu Open Access zunehmend auf offene Wissenschaft als übergeordnetes Konzept. Die Berliner Open-Access-Strategie hat bereits 2015 mehrere Handlungsfelder einer offenen Wissenschaft wie Open Access zu Publikationen, Forschungsdaten und Kulturdaten aufgenommen. Die wissenschaftlichen und kulturellen Landeseinrichtungen befinden sich jetzt an dem Punkt, diese und wichtige zusätzliche Handlungsfelder strategisch weiterzuentwickeln und somit Praktiken offener Wissenschaft zu stärken. Das 2016 für die Unterstützung der Open-Access-Strategie an der Freien Universität eingerichtete Open-Access-Büro Berlin hat im Auftrag der Arbeitsgruppe Open-Access-Strategie für Berlin eine Empfehlung für eine Landesinitiative Open Research Berlin erstellt, die auch Lücken und Herausforderungen der Open-Access-Transformation adressieren soll. Begleitend dazu wurden in Zusammenarbeit mit You, We & Digital wissenschaftliche und kulturelle Landeseinrichtungen zu wichtigen Handlungsfeldern, Aktivitäten, Werten und Prinzipien von Offenheit in der Wissenschaft befragt. Die Online-Konsultation "Berlin Open Research" versteht sich als eine Komponente eines in Berlin angestoßenen Prozesses hin zu einer offenen und partizipativen Wissenschaft, die sich auch für strukturelle Gerechtigkeit und Inklusion verantwortlich zeigt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die in Berlin seit 2015 umgesetzten Maßnahmen und zeigt Ausschnitte der Konsultationsergebnisse. Weiterhin werden die Ziele und der Weg hin zu einer Landesinitiative Open Research kritisch in den Blick genommen sowie Herausforderungen auf dem Weg zu einer offenen Wissenschaft formuliert. DeepGreen - Vom Projekt zum nationalen Open-Access-Service (Julia Boltze, Heinz Pampel & Markus Putnings) Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde von 2016 bis 2021 die Datendrehscheibe DeepGreen aufgebaut. Diese nationale Open-Access-Infrastruktur verteilt wissenschaftliche Publikationen und zugehörige Metadaten von Verlagen an Open-Access-Repositorien. Nach einer Testphase ging der Dienst im März 2021 in den Pilotbetrieb. Dank der Zusammenarbeit mit den Verlagen De Gruyter, Frontiers, Future Medicine, Karger, MDPI, Sage und Wiley konnte DeepGreen im Jahr 2020 über 25.000 Artikel an mehr als 60 Forschungseinrichtungen in Deutschland automatisiert verteilen. Damit erleichtert der Dienst lokale Open-Access-Aktivitäten an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen und steigert die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der Publikationen. Der Beitrag stellt aktuelle Entwicklungen bei DeepGreen vor. Der Fokus liegt auf der Darstellung der Zusammenarbeit mit Repositorien und Verlagen bei der Förderung der Open-Access-Transformation in Deutschland. Weiter werden Strategien zur Nachhaltigkeit des Dienstes und Planungen zur Weiterentwicklung der Datendrehscheibe erläutert. Organisations-IDs: integraler Bestandteil der OA-Transformation? Umfrageergebnisse zur Verbreitung und Nutzung an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland (Paul Vierkant, Antonia Schrader & Heinz Pampel) Nach DOIs für wissenschaftliche Werke und ORCID iDs für wissenschaftliche Autor*innen sind Persistent Identifier (PID) für wissenschaftliche Organisationen das entscheidende Puzzlestück im wissenschaftlichen Publikationsprozess. Erst durch Organizations-IDs wird das volle Potential der Automatisierung und Verknüpfung von PIDs ausgeschöpft. Dadurch werden Ressourcen von wissenschaftlichen Einrichtungen und ihre Forschenden bei der Erfassung, Erstellung und Pflege von Publikationsmetadaten geschont. Darüber hinaus sind PIDs elementare Bestandteile zur Umsetzung von Open Access bzw. Open Science. Gerade bei der Analyse von Publikationen und Kosten für die Open-Access-Transformation einer Einrichtung kommt der Schaffung eines PID für wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderorganisationen einen zentrale Bedeitung zu. Wichtige PID-Service-Infrastrukturanbieter, wie DataCite und Crossref, unterstützen bereits die Angabe von Organisations-IDs in ihren Metadatenschemata und tragen so maßgeblich zu ihrer Verbreitung bei. Um mehr über den Status quo der Nutzung und Verbreitung von Organisations-IDs in Deutschland zu erfahren, wurde im Rahmen des DFG-geförderten Projekts ORCID DE Ende 2020 eine "Umfrage zum Bedarf und Nutzung von Organisations-IDs an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland" unter 548 wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland durchgeführt. Bestandteil der Studie waren unter anderem Fragen zur Kenntnis, Verbreitung und Nutzung von Organisations-IDs an wissenschaftlichen Einrichtungen. Darüber hinaus wurden Anforderungen an Organisations-IDs bzw. ihre Metadaten (z. B. Relationen und Hierarchie-Ebenen) erfragt. Die finalen Ergebnisse dieser Erhebung sollen erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert werden und stellen einen Beitrag zur Förderung und Aufklärung über Organisations-IDs dar. Paul Vierkant| Julia Boltze| Maxi Kindling| Maike Neufend| Heinz Pampel Raum B Repsitorien,Verlage,Transformation,Open Access,Open Acces Transformation,Partizipation,Open Science,PID,ORCID DE,Organisations-ID,organizational identifier,Open-Access-Strategie,Open Research
29.09.2021 3:00 PM 29.09.2021 3:30 PM Verabschiedung Verabschiedung Zugangslink: https://tinyurl.com/hdbzrv5t Nach drei gemeinsamen Tagen kommen wir zur Verabschiedung und zu einem kurzen Recap zusammen. In diesem Rahmen wird auch die Prämierung der Poster & Pitches stattfinden sowie der Tagungsort für die Open-Access-Tage 2022 bekanntgegeben. Moderation: Anja Oberländer   Auditorium